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Begegnung mit dem Kirchenraum

Konfessionsübergreifende Exkursion nach St. Mauritius in Ottmarshart

IMG 20220719 103913Ob katholischer oder evangelischer Religionsunterricht - beide Lehrplänen der 5. Klasse sehen vor, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit Kirchengebäuden, den großen historischen Baustilen und der jeweils spezifischen Inneneinrichtung befassen. Als Höhepunkt dieser Stunden gilt eine Exkursion zu einer umliegenden Kirche wie der Marktkirche, der Klosterkirche oder auch der Basilika auf dem Petersberg. Ganz im Sinne der Ökumene machten sich eine katholische und eine evangelische Lerngruppe gemeinsam auf den Weg und marschierten etwa 30 Minuten nach Ottmarshart, um sich die kleine katholische Filialkirche St. Mauritius anzusehen, die 1739 gebaut wurde, damals jedoch noch ohne Turm. Dieser kam erst 1870.

IMG 20220719 104425Neben solchen Details konnten die Schülerinnen und Schüler noch zahlreiche weitere Besonderheiten entdecken, einer Lesung von der Kanzel lauschen oder selbst dreimal um den Altar herumgehen, was laut Legende gegen Schwerhörigkeit helfen soll. Dabei konnten die katholischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Wissen zeigen und den evangelischen Mitschülerinnen und Mitschülern spezifisch katholische Einrichtungsgegenstände und Riten erklären. Dies gilt zum Beispiel für die zahlreichen Heiligenfiguren und besonders für den Weihrauch, der in einem kleinen Rauchfass entzündet wurde und der bei allen großes Interesse weckte. In den nächsten Schuljahren wird diese Exkursion ergänzt durch einen Besuch in einer Moschee und einer Synagoge, sodass die Schülerinnen und Schüler auch Gotteshäuser anderer Religionen kennenlernen und ihr Wissen erweitern können.

Musik, Musik, Musik

Gelungene Probenfahrt des Orchesters und des Mittelstufenchores des GMI

1 Alteglofsheim 22Unmittelbar vor dem GMI-Sommerkonzert machten sich unser Mittelstufenchor und unser Orchester unter der Leitung von Corinna Barth und Karin Kreitmair auf den Weg zur Musikakademie Alteglofsheim, um dort bereits bekannte Töne zu "putzen" und zu perfektionieren sowie neue zu lernen.

Von Mittwoch bis Freitag durften wir die Akademie unser Zuhause nennen. Bereits die erste Führung versetzte uns in eine herrschaftliche Stimmung, die vor allem das Orchester verinnerlichte. Sein Probenraum, ausgestattet mit meterhohen, mit Stuck und Gemälden verzierten Wänden und Decken, ebnete unter anderem den Weg für die herrschaftliche Polonaise von Frederic Chopin - wenn auch die ein oder andere Schweißperle eher an sein Regentropfenprélude erinnerte.

Der Chor war im Nebengebäude in einem funktionalen, aber zu unserer Freude klimatisierten Raum untergebracht. Nach einer kurzen Ansage der Chorleiterin Corinna Barth: „Leute, es wird schön, aber hart!“, begann der arbeitsreiche, aber sehr kurzweilige und mit Humor gespickte Probenalltag. Bereits nach dem ersten Tag getaner Arbeit machte sich auch bei den Schülerinnen und Schülern der Fortschritt und die Freude an der Musik bemerkbar. In den Gängen schallte - mal ein-, mal mehrstimmig - einer der 26 Medley-Songs in Dauerschleife. Ein richtiges Probenfeeling also.

Die Pausen verbrachten Lehrerinnen sowie Schülerinnen und Schüler gerne im schattigen Schlossgarten oder im symmetrisch angelegten Park, in dem unter anderem fleißig für den anstehenden Tanzkurs geübt, Werwolf gespielt oder die neuesten Memes aus tagesaktuellen Neuigkeiten erstellt wurden.

1 Alteglofsheim 22Das Werkstattkonzert am Donnerstagabend stellte einen schönen Abschluss des bisher Erarbeiteten dar. Das Orchester präsentierte zunächst drei osteuropäische Tänze, abgerundet wurde dieser Block durch die Synthese aus Chor und Orchester – Hannah Thulke und Louis Schindler boten den Ungarischen Tanz von Brahms vierhändig am Klavier dar. Zwei Stockwerke tiefer setzte der Chor das Programm bereits mit einer ausgefeilten Choreo und einer eröffnenden Szene fort, der Ärzte-Song rundete den Abend ab.

Die in vieler Hinsicht vorbildlichen Schülerinnen und Schüler trugen bei dieser, für die meisten ersten Probenfahrt zu einer angenehmen und schönen Atmosphäre bei, die Lust auf weitere Ausflüge und das nachfolgende Konzert macht.

Sissi, Mozart, Kaiserschmarrn und Co...

Nach 2 Jahren Pause fuhren 28 Schülerinnen und Schüler auf Studienfahrt nach Wien.

Wien 3Mit großen Erwartungen startete die Gruppe frühmorgens mit dem Zug in die benachbarte Hauptstadt. Bei bestem Kaiserwetter stand die Hofburg mit ihrer kaiserlichen Silberkammer, dem Sissi-Museum, den Kaiser-Appartements sowie der Schatzkammer auf dem Tourenplan. Weiter besuchten man Schloss Schönbrunn, den Stephansdom, die Wiener Innenstadt, das Haus der Musik, das Mozarthaus sowie die UNO-City. Neben diesem straffen Pensum nutzten die Jugendlichen je nach Interesse für Kunst oder Geschichte kostenlos diverse hochkarätige Museen wie die Albertina oder das Kunst- bzw. Naturhistorische Museum. Dieses anspruchsvolle Programm wurde abwechslungsreich ergänzt durch typisch wienerische Höhepunkte wie Wiener Schnitzel, Kaiserschmarrn, Sachertorte, Mozartkugeln, dem Besuch im Prater und einem Picknick an der Gloriette.

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Ein besonderes Schmankerl war der Besuch im Haus der Musik: Dort konnte die Gruppe u. a. interaktiv ein eigenes Musikstück komponieren und virtuell die Wiener Philharmoniker dirigieren. Das wurde jedoch von den Orchestermusikern jäh abgebrochen und typisch wienerisch kommentiert: „Du,´s Wolferl hätt` gsagt, es war ja EH gut, aber wir wolln ja net einschlafn, also von vorn!“

Wien 5Fazit: Nach knappen fünf Tagen sind jetzt alle Beteiligten hervorragende k.u.k.-taugliche Hofmusikanten, Hofzuckerbäcker, Hoflieferanten, Hofgärtner... Der Wiener würde sagen: Die Woche war leiwand ;-)

 

Thesaurus Linguae Latinae

Klasse 10e besucht die Werkstatt der lateinischen Lexikographie

Am Freitag, den 25. Oktober 2019 begeben sich 19 Schüler*innen der Klasse 10e in die Bayerische Akademie der Wissenschaften. Bei einer Veranstaltung anlässlich des Jubiläums „125 Jahre Thesaurus Linguae Latinae“ erhält die Klasse einen einmaligen Einblick in die praktische Wissenschaft der Lexikonarbeit. Basis des Wörterbuchs ist das Zettelarchiv, ein Schatz von rund 10 Millionen Zetteln, das alle Wörter der überlieferten lateinischen Texte von den Anfängen bis 600 n. Chr. umfasst und neben der klassischen Latinität auch ausführlich die Besonderheiten der spätantiken und christlichen Texte berücksichtigt. Untersucht werden nicht nur literarische Werke, sondern auch juristische und medizinische Gebrauchstexte, Inschriften, Graffiti und vieles mehr.

Inmitten dieser vollständigen Bibliothek und zwischen Tausenden von Zettelkästen – davon gibt es allein 76 Kästen zum Wort „et“ – werden gespannt die Historia und das Procedere dieses beeindruckenden, ja schier unvorstellbaren Unternehmens verfolgt. So dauerte zum Beispiel die Fertigstellung aller Einträge zum Buchstaben „P“ 25 Jahre. Da es sich beim Thesaurus um eine internationale Kommission handelt, wird das Lexikon einsprachig bearbeitet, worüber sich die Schüler*innen sehr wunderten. Frau Fenzl bedankt sich im Namen der Klasse bei Dr. Manfred Flieger für den interessanten und aufschlussreichen Blick hinter die Kulissen.

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