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Treffpunkt Bühne - ein Rückblick

Junge Talente begeistern beim Kammerkonzert mit Virtuosität und Spielfreude

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Einen großartigen Abend voller musikalischer Delikatessen boten unsere jungen Talente beim diesjährigen Kammerkonzert am 16. April in der Schulaula, die sich nicht nur klanglich, sondern auch optisch in einen atmosphärischen Konzertsaal verwandelt hatte.

Man kam aus dem Staunen kaum heraus, so mitreißend und vielfältig präsentierte sich das dargebotene Programm. Friederike Häußler und Sabrina Krause führten – mittlerweile schon routiniert – so witzig, professionell und charmant durch den Abend, dass man sich jedes Mal auf ihre nächste Moderation mit interessanten Informationen zu den einzelnen Werken freute.

bildSolistinnen und Solisten aller Jahrgangsstufen, darunter auch mehrere erste Preisträgerinnen und Preisträger bei Jugend musiziert, begeisterten das Publikum mit virtuosen, brillanten und berührenden Auftritten und ernteten tosenden Applaus. Großartige Darbietungen zeigten die Pianistinnen und Pianisten mit Werken von Debussy, Chopin und Hodosch. Geradezu ergriffen war man von der kraftvoll und virtuos vorgetragenen Toccata a-Moll von Andrei Eshpai.

Besonders schön war an diesem Abend auch zu erleben, wie viele Schülerinnen und Schüler gemeinsam musizierten, sich gegenseitig begleiteten oder Schulter an Schulter am Flügel saßen – etwa bei Juri Vesnjaks fulminantem „Karlsson“ für vier Hände oder bei Aram Chatschaturjans Walzer aus der Suite „Masquerade“.

bildNeben dem Klavier entführten auch zahlreiche andere Instrumente das Publikum in vielfältige Klangwelten. So etwa bei der kammermusikalisch ausgereiften und mit großer Spielfreude dargebotenen Serenade for Don Luis von Luigi Boccherini, präsentiert von einem Klarinettenquintett. Zarte Gitarrenklänge – solistisch wie im Trio – entführten mit Stringtime von Walter Theisinger und dem melancholischen Un día de noviembre von Leo Brouwer in eine sensible Klangwelt, während „coole“ Flötentöne mit Werken von Daniel Hellbach die Aula erfüllten. Musikantisch und brillant dargeboten wurde auch Smithsonian von Clay Smith für zwei Saxophone und Klavier.

bildBesonders beeindruckend waren zudem die Beiträge der Streicher. Die Violinistinnen und Violinisten faszinierten mit sauberer Intonation und virtuoser Spieltechnik. Während Georg Friedrich Händels Sonate F-Dur in typisch barocker Aufführungspraxis erklang, überzeugte Mozarts D-Dur-Konzert durch ein ausgereiftes Verständnis für den Spielwitz und die Tiefe des Werkes. Henryk Wieniawskis hochvirtuose und sehr anspruchsvolle Tarantella, vorgetragen von einer Fünftklässlerin, ließ das Publikum ebenso staunen wie Jean-Baptiste Brévals Cellokonzert, bei dem die Solistin scheinbar mit ihrem Instrument verschmolz. Und schließlich tauchte auch noch der Großmeister des Virtuosentums, Niccolò Paganini, mit einem Duo aus der Unterwelt auf.

Dass am GMI auch hervorragende Gesangstalente zu hören sind, zeigte sich im anrührend vorgetragenen „Think of Me“ aus Andrew Lloyd Webbers Phantom der Oper sowie im berührenden jiddischen Volkslied „Oj dortn dortn“ für zwei Männerstimmen und Cello.

Bravo an alle Beteiligten, die diesen kostbaren Musikabend so eindrucksvoll gestaltet haben. 

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