schule

Schule fürs Leben

Nachhaltigkeit und Alltagskompetenz - Ein Erfahrungsbericht der Klasse 9c zum Testlauf des Projekts „Schule fürs Leben“

IMG 0074 2021 11 11 13 13 07Nachhaltigkeit wird in unserer Zeit ein immer wichtigeres Thema. Aus diesem Grund testeten wir, die jetzige 9c, insgesamt sechs Tage lang Workshops und Vorträge, die sich v. A. mit Themen aus den Bereichen „Ernährung“ und „Nachhaltigkeit“ beschäftigten, um uns fit für den Alltag unseres Lebens zu machen. Schließlich sollten unsere Lebensmittel gesund und nachhaltig, also z. B. biologisch hergestellt, regional und saisonal sein.

In unseren ersten beiden Workshops, die von Referenten des Eine Welt Netzwerk Bayern e. V. geleitet wurden und gegen Ende des letzten Schuljahres und damit für uns Ende der 8. Jahrgangsstufe stattfanden, wurde uns die Bedeutung des „Ökologischen Fußabdrucks“ erklärt und welche Faktoren darauf Einfluss nehmen. Die Auswirkungen von Flugreisen und Fleischkonsum waren dabei den meisten schon bekannt, aber der Beitrag von Haustieren, oder der Verwendung von Recyclingpapier wurden uns ebenfalls vor Augen geführt. Außerdem wurde uns im Rahmen des „Globalen Einkaufskorbs“ demonstriert, dass unsere Ernährung nicht nur auf uns und unsere Umgebung Einfluss hat, sondern die Menschen in den Produktionsländern vieler Lebensmittel oft auch sehr wenig Geld für die Herstellung und Zucht erhalten und zudem mit der Zerstörung ihrer Umwelt leben müssen.

IMG 0049 2021 11 11 12 00 12Am darauffolgenden Tag lernten wir, angeleitet von einer Mitarbeiterin der Agrarkoordination – Team Biopoli, die verschiedenen Arten von Bio-Landwirtschaft kennen und uns wurde erklärt, welche Bedeutung die unterschiedlichen Siegel haben, die wir auf unseren Lebensmitteln finden und worauf man achten muss. Wir erfuhren durch die Referentin auch etwas über Gentechnik, wie sie verwendet wird und welche Auswirkungen sie auf die Natur haben kann. Leider haben wir nur negative Aspekte vorgestellt bekommen, es gibt allerdings auch positive, die etwas zu kurz kamen.

In der 9. Klasse führten wir im Rahmen des Projektes „Sensorik-Koffer“ in Kooperation mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Geschmacksproben verschiedener Produkte durch und konnten auf diese Weise erfahren wie die Lebensmittelhersteller ihre Produkte verändern. Zum Beispiel gab es zweimal den gleichen Joghurt, allerdings war der zweite rosa gefärbt. So hat man gedacht es sei Erdbeerjoghurt und es hat tatsächlich anders geschmeckt! Anschließend haben wir im Rahmen zweier Workshops der Verbraucherzentrale Bayern „Ess-Kult-Tour“ und „Mahlzeit for Future“ z. B. gelernt, wie man einen Kühlschrank sinnvoll einräumt und was Konservierungsstoffe sind.

IMG 0073 2021 11 11 14 07 08Am nächsten Tag wurde uns erklärt, wie man nachhaltig und günstig Lebensmittel einkauft. In Kleingruppen sind wir in verschiedenen Supermärkten einkaufen gegangen, um unser gelerntes Wissen anzuwenden. Unsere Einkäufe haben wir am darauffolgenden Vormittag verwertet, indem wir verschiedene Gerichte gekocht haben, wie z. B. Pizza, verschiedene Salate, eine bunte Gemüsepfanne, Käsespätzle, Pfannkuchen und vieles mehr. Anschließend haben wir unsere selbst hergestellten Mahlzeiten sowie einige Fertigprodukte gegessen und miteinander verglichen. So konnten wir erfahren, dass es oft gar nicht viel mehr Aufwand ist selbst zu kochen, aber der Qualitätsunterschied meist groß ist. Angeleitet und unterstützt wurden wir an diesen beiden Tagen von ausgebildeten Hauswirtschafterinnen des Bauernverbandes.

Am letzten Projekttag erstellten wir, mit uns zur Verfügung gestellten Ipads, in Zweiergruppen zu einem selbst gewählten Thema interaktive Plakate. Dadurch haben wir uns noch einmal intensiv mit speziellen Themen beschäftigt und konnten auch die Erkenntnisse unserer Mitschüler mit einbeziehen. Wer daran Interesse hat, kann diese Plakate im Moment noch in der Aula bewundern. Diese sind mit QR-Codes versehen, die kurze, selbst erstellte Erklärvideos zu den Themen bieten.

Das Gymnasium Markt Indersdorf bedankt sich herzlich beim Kreisjugendring Dachau für die finanzielle Unterstützung im Rahmen des Förderprogrammes „wir.fördern.ökologie“. Dies hat die Zusammenarbeit mit den vielen Experten erst ermöglicht.

Josefine Schindlbeck, Lara Schmied

schule