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"Sterben ist Leben vor dem Tod - Leben bis zuletzt"

Koordinatorin des Elisabeth-Hospizvereins Dachau e.V. informierte Zehntklässler über die Hospizarbeit

Hospitz 1Im Rahmen des Themenbereichs „Leben an der Grenze: Tod und Jenseitserwartungen“ beschäftigte sich die Religionsklasse K 10cd mit der Hospizarbeit. Um aus der Praxis vor Ort über die Aufgabengebiete des Elisabeth-Hospizvereins Dachau e.V. zu informieren, besuchte Frau Renate Leipnitz am 14. 1. 2020 die Lerngruppe.

„Sterben ist Leben vor dem Tod – Leben bis zuletzt.“ Dieser Grundsatz der Hospizbewegung ist für die Arbeit der HospizbegleiterInnen essenziell. Aktuell engagieren sich 43 ehrenamtliche MitarbeiterInnen für Sterbende im Landkreis.

Hospitz 2Die SchülerInnen hatten viele Fragen vorbereitet. So interessierte sie beispielsweise, ob man bei der Begleitung eine emotionale Bindung zu den Sterbenden aufbaut. Die Koordinatorin des Hospizvereins bezeichnete das Verhältnis zu den Menschen, die betreut werden, als Freundschaft und Zuneigung auf Zeit. Ein Geschenk, das den Betroffenen entgegengebracht wird. Im Gegenzug erhalte man tiefe Dankbarkeit und eine stetige Erinnerung daran, dass auch das eigene Leben endlich sei. Voraussetzung für das Engagement als HospizbegleiterIn ist laut Leipnitz vor allem tiefe Empathie. Zudem sei auch wichtig, den Sterbenden und sein Leben nicht zu bewerten. „Wir schauen nicht weg, auch wenn alle anderen sich vielleicht schon längst abgewendet haben. Und genau das braucht unsere Gesellschaft: weniger Egoismus und mehr Altruismus.“

Auf die Frage nach der Herangehensweise bei der Tätigkeit entgegnete die Hospizbegleiterin, dass unter anderem auch das gemeinsame Lachen sehr wichtig sei. Generell schenke man den Sterbenden in dieser letzten Lebensphase vor allem Zeit, halte die Hand oder bete gemeinsam.

Mit Literaturempfehlungen zur Thematik endete diese für die Jugendlichen sehr bereichernde Unterrichtsstunde.

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