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Mit Schwert und Kettenhemd

Bestsellerautor Oliver Pötzsch begeisterte mit seiner Lesung vor den sechsten Klassen

IMG 1079„Ich komme aus einer Henkers-Dynastie. Meine Vorfahren waren 300 Jahre lang Scharfrichter und Henker hier in Bayern.“ Man fragte sich zunächst verdutzt, ob das etwas ist, womit man selber prahlen würde. Sind das eigentlich ruhmreiche Urahnen? Aber Oliver Pötzsch baut mit dieser Vorstellung kokett die Brücke zur Antwort auf die Frage, wie er als Autor zum Schreiben historischer Romane kam. Seine „Henkerstochter“-Saga ist sicher vielen Erwachsenen bekannt. An das GMI kam er dann im Mai, um seine Jugendbuchreihe „Die schwarzen Musketiere“ vorzustellen.

Darin geht es um den zwölfjährigen Lukas, der als Sohn eines Ritters im Jahre 1632 in der Nähe von Heidelberg wohnt. Eines Tages lässt der Inquisitor Waldemar von Schönborn Lukas´ Mutter verhaften, weil sie in Verdacht steht, eine Hexe zu sein. Auch seine kleine Schwester Elsa wird vom Inquisitor mit gefangen genommen. Als Lukas´ Vater den beiden zu Hilfe kommen will, stirbt er. So ist der Junge auf sich alleine gestellt und versucht, Mutter und Schwester zu befreien. Wie das Abenteuer weitergeht, wird hier nicht verraten.

CIMG7318Das Besondere an dieser Lesung war, dass wir zeitgleich eine spannende Geschichtsstunde erhielten, die mit exquisiten Requisiten gespickt war. So erklärte Oliver Pötzsch, was es mit Hexenverfolgung, Folter, Adlerklaue und Hasenpfote seines Charivaris auf sich hatte. Ebenso faszinierend waren aber die Schauwaffen, die der Autor dabei hatte: Langschwert, Degen, Florett und Pistolen. Zum Schutz vor derartigen Waffen durfte dann auch das Kettenhemd nicht fehlen. Das große Vorwissen mancher Schülerinnen und Schüler, das den Autor begeisterte, zeigt, wie groß die Faszination für diese Thematik nach wie vor ist.

Fazit: Die zweitstündige Lesung wurde zu einem fesselnden Ausflug in eine frühere Zeit, die Lust machte auf das Lesen weiterer Bücher.

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