top-projekte

Kloster, Kälte und Kakao

Die Brotzeit-Aktion des AK "Handeln statt nur Reden" wärmt Magen und Herzen aller Beteiligten

VerteilungMittlerweile ist es schon fast zur Tradition geworden. Bereits zum dritten Mal besuchten die Schülerinnen des AK „Handeln statt nur Reden“ das Herz-Jesu-Kloster am Isartor in München. Anders als bei den letzten beiden Gelegenheiten halfen die fleißigen Mädchen am Sonntagvormittag Anfang Februar nicht beim Vorbereiten der Brotzeit-Tüten, sondern beim Austeilen der liebevoll geschmierten Brote sowie zusätzlich von Gebäck zum Feiertag, das von einer Bäckerei in der Nähe regelmäßig gespendet wird. Kuchen in unglaublicher Fülle und Qualität, der vom Vortag übrig geblieben war und ansonsten entsorgt werden müsste – welche Verschwendung von kostbarer Nahrung im Angesicht großer Not direkt vor unseren Augen!

Für die Schülerinnen war es ein bewegendes Ereignis, in direkten Kontakt mit den Bedürftigen zu kommen, die bereits ab 10 Uhr bei eisigen Temperaturen vor der Klosterpforte in einer Schlange geduldig warteten. Unablässig tauchten zwei Stunden lang immer neue Menschen – egal ob jung oder alt – auf, solange bis nichts mehr von den ca. 120 Brotzeit-Tüten übrig war.

Vorbereitung-2Auch wenn die Mädchen die Not der Menschen direkt vor Augen hatten, empfanden sie es als positive und wertvolle Erfahrung. Dieses Gefühl stellte sich vor allem aufgrund der Dankbarkeit der Leute ein, die manchmal sogar ein paar Worte an sie richteten. Andere hingegen waren irritiert, dass nicht die gewohnten Schwestern sie begrüßten und brachten ihren Ärger darüber auch zum Ausdruck. Umso bewundernswerter ist es, mit welch gleichbleibend freundlicher Selbstverständlichkeit die Klosterschwestern täglich diesen Dienst für Menschen am Rande unserer Gesellschaft verrichten. Geduldig beantworteten die Schwestern Ulrika und Nicole Maria alle Fragen der nachdenklichen Schülerinnen und erzählten so manchen Lebenslauf der Personen, die von ihnen bedient werden durften.

Auch schon beinahe traditionell wärmten die Schülerinnen sich nach der Aktion bei einer Tasse Kakao und guten Gesprächen über die gemachten Erfahrungen auf. Man solle nie – so meinte einst treffend Erich Kästner – den Kakao, durch den man gezogen wird, auch noch trinken. Aber eine heiße Schokolade mit Sahne gibt Kraft und gute Impulse für neue Aktionen, um unsere Eine Welt etwas lebenswerter zu gestalten.

b-projekte