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Auge in Auge mit Pfeilgiftfröschen und Hornvipern

Reptilien- und Amphibienexperte Manfred Werdan wieder zu Gast am GMI

Werdan4Giftige Tiere üben auf die meisten Menschen eine gewisse Faszination aus. Auch unsere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 genossen das leicht gruselige Gefühl, als sie einer der giftigsten Schlange Europas, der Hornviper, Auge in Auge gegenüber standen.

Selbstverständlich wurden beim Besuch von Manfred Werdan alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen, aber dennoch erzeugte schon die bloße Anwesenheit lebender Tiere im Raum eine Spannung, die dafür sorgte, dass die Jugendlichen seinem Vortrag mit größtem Interesse folgten. Jeweils zwei Schulstunden lang durften unsere Sechstklässler am 5. Februar 2018 den kurzweiligen Erläuterungen des Reptilien- und Amphibienexperten lauschen. Dieser war, wie es mittlerweile langjährige Tradition am GMI ist, von der Fachschaft Biologie eingeladen worden, einen kleinen Teil seiner ausnahmslos aus Nachzuchten stammenden Tiere zu präsentieren.

Werdan1Ganz nebenbei wurden von ihm dabei die allgemeinen Kennzeichen der beiden Wirbeltierklassen wiederholt. Unsere Schülerinnen und Schüler konnten dabei zeigen, dass Sie im Unterricht sehr gut aufgepasst hatten, denn sie blieben dem Referenten kaum eine Antwort schuldig. Aber natürlich gab es auch viele erstaunliche neue Fakten über einzelne Tierarten. Wussten Sie, dass die hübschen bunten Pfeilgiftfrösche kein Gift mehr produzieren, wenn Sie in Gefangenschaft gehalten werden, da sie hierfür Nahrung benötigen, die es nur in ihrem natürlichen Lebensraum gibt? Oder dass der Axolotl die ewige Jugend gepachtet hat und nie wirklich erwachsen wird? Bei der Präsentation der Tiere konnten unsere Schülerinnen und Schüler live miterleben, wie ein Chamäleon die Farbe verändert, und erfuhren, dass Pythonweibchen ihre Eier bei kühlem Wetter aktiv wärmen können – höchst erstaunlich für wechselwarme Tiere.

Werdan3Alle Amphibien und Reptilien wurden dabei hautnah präsentiert. Gleichzeitig vermittelte Herr Werdan den Schülerinnen und Schülern aber immer wieder, mit welch großem Aufwand die artgerechte Haltung von Reptilien oder Amphibien verbunden und wie viel Fachwissen dafür erforderlich ist.

Das Beste kommt aber immer zum Schluss: Die Schülerinnen und Schüler durften ausgewählte Reptilien anfassen und sich behutsam auf die Hand bzw. den Arm setzen – für die meisten Jugendlichen eine vollkommen neue Erfahrung! Großes Staunen herrschte über die Kraft, die schon in relativ kleinen Schlangen steckt und über deren eher warme, trockene Haut. Berührungsängste gab es jedenfalls keine, aber Herr Werdan achtete dennoch genau darauf, dass dabei der Stress für seine Schützlinge nicht zu groß würde.

An diesem Vormittag gab es für die Schülerinnen und Schüler schließlich nur eine Schwierigkeit: Sich wieder von diesen interessanten Tieren zu trennen!

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