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"Ich bin ja nur auf heiße Kartoffeln gefallen!"

Holocaust-Überlebende Zahava Stessel zu Gast am GMI

20170503 101005Anfang Mai besuchte die Holocaust-Überlebende und Bewohnerin des jüdischen Kinderheims Markt Indersdorf Frau Dr. Zahava Stessel das GMI und traf mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 9b und 9e zusammen. Behutsam, aber eindringlich berichtete die 87-jährige Zeitzeugin von ihrem Schicksal.

Aufgewachsen in einer ungarischen Kleinstadt erlebt Frau Dr. Stessel bereits als junges Mädchen die wachsenden Ressentiments gegenüber der jüdischen Bevölkerung. Mit der Deportation nach Auschwitz verlieren die Schwestern Zahava und Chava nicht nur ihre gesamte Familie, auch der Verlust der besten Freundin Marta schmerzt bis heute.

Während des Todesmarsches wird Frau Stessel auf einen heißen Kartoffelhaufen gestoßen und verletzt sich schwer. Trotz dieser Wunden läuft sie weiter, bis sie von amerikanischen Soldaten befreit wird. "Ich bin ja nur auf heiße Kartoffeln gefallen." - Beinahe humorvoll kommentiert Frau Stessel gegenüber den Schülerinnen und Schüler heute ihre schlimmen Erfahrungen . Und doch sind ihre Narben ein sichtbares äußeres Zeichen für gebliebene Verletzungen.

Nach Kriegsende verbringen die beiden Mädchen einige Monate im jüdischen Kinderheim „Kloster Indersdorf“, bevor sie nach Palästina aufbrechen und dort eine neue Heimat finden.

Frau Dr.  Stessel war auf Einladung von Anna Andlauer nach Indersdorf und ans GMI gekommen. Wir sind dankbar, dass unsere NeuntklässlerInnen eine beeindruckende Persönlichkeit erleben durften, deren Lebensgeschichte unvergesslich bleibt.

Dies Romanus

Eine Zeitreise der sechsten Klassen in die römische Antike

Am Mittwoch, den 5. April 2017, werfen sich die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen in Tunica und Toga und erleben die Welt der Römer hautnah. An fünf Stationen, die von Geschichts- und Lateinlehrern betreut werden, wird die Antike lebendig:

IMG 1283I In der Aula findet ein Wagenrennen statt. Mutige Wagenlenker, auf Teppichfliesen sitzend, liefern sich spannende Duelle im Direktvergleich.

II Mosaikkünstler gestalten kleine Kunstwerke. Die einen legen Ornamente oder Initialen, andere wagen sich an schwierigere Darstellungen wie Tiere oder Pflanzen. Es entstehen Blumen, Fische, Eulen und so manche Phantasiewesen.
III Im Triclinium duftet es köstlich. Die junge Römerschar freut sich über die Gaumenfreuden der antiken Küche. Bis die Gerichte nach Originalrezepten aus dem Kochbuch des Apicius zubereitet sind, beschäftigen sich die Schüler mit diversen Rätseln.
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IV Von Schönheitswahn bis Götterkult. Egal ob Flecht- oder Hochsteckfrisuren – das Modebewusstsein der Römerinnen begeistert die Mädchen. Die Jungen hingegen wagen mittels Los-Orakel lieber einen Blick in die Zukunft.
V Ein Legionär in authentischer Ausrüstung und Riemchensandalen erklärt das Leben in der römischen Armee. Josef Geisberger, ein Historiker von der Universität Regensburg, vermittelt den Schülern in einem spannenden Vortrag einen aufschlussreichen Einblick in das Leben der römischen Soldaten. Dabei dürfen die Schüler mit Schild und Schwert auch selbst die Formationen nachstellen und Kampftechniken erproben

Argumentieren gegen Stammtischparolen

Politikwissenschaftler der Uni Augsburg übt mit Q11-Schülern, populistischen Äußerungen etwas entgegenzusetzen.

„Wer ist heute in der Früh aufgewacht und dachte sich: Juhu, ein Vortrag über Politik?“ Mit dieser Frage begann Herr Dr. Boeser-Schnebel, Dozent an der Uni Augsburg, am 16. Februar 2017 seinen Vortrag mit dem Titel „Argumentation gegen Stammtischparolen“. Wie zu erwarten kam wenig Euphorie von den Schülern, doch das änderte sich rasch.

Dr. Boeser-Schnebel, der seit mehreren Jahren zum Thema forscht und publiziert, gab uns nicht einfach nur irgendwelche speziellen Sätze gegen solche Parolen vor, sondern erarbeitete mit uns die Basis für solche Sprüche, um diese dann gezielt widerlegen zu können.

Mit seinem Vortrag zeigte er, wie notwendig eine Bereitschaft zur offenen und respektvollen Diskussion ist, denn die Demokratie baut auf dem Zusammenhalt zwischen Bürgern, Parteien und Politikern auf.

Herr Boeser-Schnebel hat es geschafft, bei der jungen Generation Interesse an der Thematik zu wecken. Er hat es erreicht, den Vortrag so interessant zu gestalten, dass die Schüler auch im Nachhinein noch über die neu gewonnenen Erkenntnisse diskutierten.

Vielen Dank Herr Boeser-Schnebel, dass Sie sich Zeit für uns nahmen!

Katharina Grüning, Q11

Sicherheitspolitik betrifft auch uns

Vortrag des Bundeswehr-Jugendoffiziers am GMI

20170321 110034Der Bundeswehr-Jugendoffizier Hauptmann Specht besuchte in diesem Jahr erneut das GMI und widmete sich in einem 90-minütigen Vortrag vor Q12-Schülerinnen und -Schülern dem Thema "Sicherheitspolitik".

Zunächst blickte er auf die Hintergründe der deutschen Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert. Souverän und anschaulich beleuchtete er anschließend Risiken und Strategien der Bundesregierung, aktuellen Herausforderungen zu begegnen. Am Ende stand eine klare Botschaft: Da die politischen Entscheidungen z.B. für Auslandseinsätze der Bundeswehr, im Parlament getroffen werden, tragen auch die Bürger als Wähler eine große Verantwortung. So warb der Jugendoffizier um ein durchaus kritisches Interesse von Jugendlichen gegenüber politischen Entscheidungen.

Wer teilt, ist reicher

Fachschaft Religion organisiert erneut die Brot-und-Wasser-Aktion

Fastenaktion-2017-Bild1Getreu dem Motto "Wer teilt, ist reicher" organisierte die Fachschaft Religion die Brot-und-Wasser-Aktion 2017 am GMI.

Dabei erwiesen sich Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen soldarisch mit Menschen aus ärmeren Ländern, denen nur diese elementaren Lebensmittel zum Überleben zur Verfügung stehen. Werbeplakate der Fünftklassler machten darauf aufmerksam, so dass viele GMI-ler an diesem Vormittag auf üppig gefüllte Brotzeitboxen oder auf den bequemen Gang zum Kiosk verzichteten.

Stattdessen erwarben sie bei Sechsklasslern, die den Verkauf übernahmen, für einen Euro ein Roggenbrötchen und ließen sich evtl. auch einen Becher Wasser ausschenken. Wichtig ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass der Euro kein "Preis" im herkömmlichen Sinne ist, sondern vielmehr eine Spende, mit der man Gutes tut.

Fastenaktion-2017-Bild2Obwohl der Pausenverkauf regulär stattfand, kam ein Erlös von 268,61 Euro zustande, der der Hilfsorganisation Misereor gespendet wird.

Herzlichen Dank allen Beteiligten, die dadurch sicher eine andere Art der Bereicherung erfahren haben!

Vogelspinnen beißen nicht, oder?

Insekten, Spinnen, Schlangen, Skorpione und Co. begeistern die 8. Jahrgangsstufe

IMG 1162Auch in diesem Schuljahr kommen alle Sechst- und Achtklassler im Rahmen des Biologieunterrichts in den Genuss eines erlebnisreichen Vortrags über verschiedene Spinnen, Schlangen und Insekten. Und was sie in diesen 90 Minuten erleben, ist Spannung pur.

Herr Werdan, Reptilienspezialist und jährlicher Gast am GMI, kann nicht nur zahlreiche interessante Details zur Lebensweise der verschiedenen Tierarten berichten; besonders "cool" finden es die Schülerinnen und Schüler, dass der Referent sogar einige Tiere mit in die Schule mitbringt, die nun nicht nur angeschaut, sondern auch angefasst werden können. Dabei versichert der Experte, dass die Tiere nichts spüren, was er mithilfe einer anschaulichen Geschichte nachvollziehbar erklärt.

Nicht alle, aber viele sind im Anschluss an den Vortrag so mutig und nehmen Vogelspinnen, Skorpione und andere Tiere auf die Hand oder legen sich Schlangen um den Arm und den Hals. Kein Grund jedoch zur Panik - überlebt haben es alle! Vielen Dank für diese vielleicht einmalige Gelegenheit.

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Was blüht denn da?

Pflanzen bestimmen, Pflanzen erkennen - mitten in der Schule

Pflanzenbestimmung

Langsam kehrt der Frühling ein und die ersten Blumen zeigen ihre Blüten.  Doch: Was blüht denn da? Wie heißen diese Blumen entlang des Weges oder im Garten eigentlich? Wer eine Antwort auf diese Frage erhalten möchte, oder sich einfach an der Pracht unterschiedlicher Blumen erfreuen will, der kann einen Blick in den Schaukasten im 2. Stock neben B2 werfen. Dort werden in den kommenden Wochen wieder aktuell blühende und wöchentlich wechselnde Blumen präsentiert.

Viel Spaß beim Anschauen wünscht die Fachschaft Biologie!

Bist auch du ein FAIRbrecher?

Was ist FAIRER Handel und wie betrifft er mich persönlich?

IMG 0120Dieser und anderen Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe im Rahmen klassenweiser Exkursionen zum FAIRhandelshaus nach Amperpettenbach bei Haimhausen nach.

Im Zuge des Lehrplans Religion/Ethik erkundeten sie in Form einer großen Ralley durch die Verkaufsräume die Produktpalette und die Umstände, unter denen FAIR produziert wird. Besonders gut nachvollziehbar wurde der FAIRE Handel bei der Fußballproduktion in Pakistan. Hier trägt das System dazu bei, dass Kinder nicht von klein auf rund um die Uhr Fußbälle nähen müssen, weil die Eltern aufgrund ungerechter Entlohnung die Familie nicht versorgen können. Dank des FAIREN Handels können diese dem Teufelskreis entfliehen, haben Zeit und Geld für Schule und Bildung und müssen nicht als Erwachsene immer noch für die Markenfirmen der Welt zu Spottpreisen Fußbälle nähen. 

Vertieft wurde der Zusammenhang in einer Gesprächsrunde mit Frau Knöpfle - Mitarbeiterin des FAIRhandelshauses, die mithilfe eines kleinen Videofilms und ausgewählter Produkte - darunter auch Lebensmittel wie Kaffee und Schokolade - den jungen Menschen ihre Möglichkeiten aufzeigte, wie sie selbst im Alltag dazu beitragen können, dass der Anteil fair gehandelter Produkte - derzeit gerade einmal zwei Prozent des Welthandels - steigt.

Vielen Dank für diese wertvollen Vormittage, die zum Nachdenken und zum Handeln anregten.

Musik verbindet - Menschen mit und ohne Behinderung

P-Seminar "Musiktherapie" begeistert nicht nur die Schüler der Johannes-Neuhäusler-Schule Schönbrunn

DSC02743Die 13 Schülerinnen und Schüler des P-Seminars "Musiktherapie" haben sich ein Jahr lang mit Schülern der Johannes-Neuhäusler-Schule wöchentlich zu inklusiven Musikstunden im GMI getroffen. Dort wurde gemeinsam musiziert und dabei die Wirkung von Musik auf Körper und Seele erfahrbar gemacht. 

Zum Abschluss gab es ein Konzert in der voll besetzten Aula der Johannes-Neuhäusler-Schule Schönbrunn. Christoph Mayer (Q12) moderierte die Aufführung, die aus den gemeinsamen Liedern, Tänzen und Trommelrhythmen bestand, welche ebenfalls durch Schüler des P-Seminars angeleitet wurden. Auch das Publikum konnte bei einem gemeinsamen Tanzlied zum Mitmachen aktiviert werden.

Am Ende blieb der starke Eindruck bei allen Beteiligten, dass die Wahrheit des  Mottos " Musik verbindet" im Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung noch einmal ganz neu erlebt werden konnte.

Burgfräulein, Zauberer und Superman

Buntes Faschingstreiben am Unsinnigen Donnerstag

IMG 2662Bereits der morgendliche Schülerstrom mit den buntesten und verrücktesten Verkleidungen und Faschingskostüme kündigte am Unsinnigen Donnerstag an, dass unsere Schülerinnen und Schüler voll auf Fasching eingestellt waren.  

In der Pause bot die SMV neben einem großen Krapfenverkauf bekannte Party- und Faschingshits, zu denen hunderte Schülerinnen und Schüler in der Aula ausgelassen tanzten.

Sogar im Lehrerzimmer fanden sich an diesem Tag Cowboys, Zauberer und viele weitere verkleidete "Gestalten".

Höhepunkt des lustigen Treibens war dann der Unterstufenfasching am Nachmittag, zu dem sich über 150 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 mit 7 angemeldet hatten und der mit einem bunten Programm aus Tanzen, Spielen, Krapfenessen und Modenschau mit Kostümprämierung in die Schule lockte. Organisiert wurde das alles von den Tutoren und vielen Helfern aus der Mittelstufe. Natürlich mischten sich auch einige verkleidete Lehrer unter die gut gelaunte Menge.

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